Kurz-Liebesgedichte

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Gedichtbuch: Zum Reimen schön

Liebeskummergedichte

Wenn die Liebe geht, bleibt der Kummer. Da wird sogar der Frühling traurig. August von Platen hingegen gibt nicht auf und möchte ein letztes Liebesgeständnis erzwingen. Friedrich Rückerts Kurz-Liebesgedicht setzt lieber aufs eigene Herz, Heinrich Heine verbirgt seinen Kummer in einem Bild und Adelbert von Chamisso findet in Worten keinen Trost, ganz im Gegenteil. Richard Dehmel ist schon über den Liebeskummer hinaus mit der unsterblichen Zeile Bettle nicht vor mir mit deinen Brüsten.

Trauriger Frühling

Mir ist’s im Kopf so wüste,
Die Zeit wird mir so lang,
Wie auch der Lenz mich grüßte
Mit Glanz und frischem Klang,
Das Herz bleibt mir so wüste,
Mir ist so sterbensbang.

Viel Vöglein lockend sangen
Im blühenden Revier,
Ich hatt mir eins gefangen,
Jetzt ist es weit von mir,
Viel Vöglein draußen sangen,
Ach, hätt ich meins nur hier!

(Joseph von Eichendorff)

Du sprichst, dass ich mich täuschte ...

Du sprichst, dass ich mich täuschte,
Beschwörst es hoch und hehr,
Ich weiß ja doch, du liebtest,
Allein, du liebst nicht mehr!

Dein schönes Auge brannte,
Die Küsse brannten sehr,
Du liebtest mich, bekenn es,
Allein, du liebst nicht mehr!

Ich zähle nicht auf neue,
Getreue Wiederkehr:
Gesteh nur, dass du liebtest,
Und liebe mich nicht mehr!

(August von Platen)

Ich hab’ es allen Büschen gesagt ...

Ich hab’ es allen Büschen gesagt,
Und hab’ es allen Bäumen geklagt,
Und jeder grünenden Pflanze,
Und jeder Blum’ im Glanze.

Und wieder von neuem klag’ ich es,
Und immer von neuem sag’ ich es,
Und immer haben indessen
Sie wieder mein Leid vergessen.

Vergessen bist du in diesem Raum
Von Blum’ und Pflanze, Busch und Baum,
Nur nicht von diesem Herzen,
Kind meiner Wonnen und Schmerzen.

(Friedrich Rückert)

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Ein Fichtenbaum steht einsam

Ein Fichtenbaum steht einsam
Im Norden auf kahler Höh'.
Ihn schläfert; mit weißer Decke
Umhüllen ihn Eis und Schnee.

Er träumt von einer Palme,
Die, fern im Morgenland,
Einsam und schweigend trauert
Auf brennender Felsenwand.

(Heinrich Heine)

Allein zu sein ...

Allein zu sein!
Drei Worte, leicht zu sagen,
Und doch so schwer,
so endlos schwer zu tragen.

(Adelbert von Chamisso)

Venus Homo

Bettle nicht vor mir mit deinen Brüsten,
deinen Brüsten bin ich kalt;
tausend Jahre alt
ist dein Blick mit seinen Lüsten.

Sieh mich an, wie Du als Braut getan:
mit dem Blick des Grauens vor der Schlange!
Viel zu lange
war ich, Weib, dein Mann.

Willst du Gift aus meiner Wurzel saugen?
unverwundbar bin ich deinem Biss!
Folge mir ins Paradies:
sieh mich an mit deinen Menschenaugen ...

(Richard Dehmel)

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