Kurz-Liebesgedichte

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Etwas Eigenwerbung:

Gedichtbuch: Zum Reimen schön

Kurz-Liebesgedichte von Heinrich Heine

Heinrich Heine hat so viele kurze Liebesgedichte geschrieben, dass er sich eine Extraseite verdient hat. Nichts zu danken, Herr Heine!

Der Liebesspruch zu Anfang ist ein Versprechen auf ewig. Die beiden nächsten Gedichte thematisieren die ewige Beschäftigung von Liebenden. Zuerst noch der Kuss als wertvolles Einzelexemplar, dann schon eine ganze Nacht voller Küsse.

Nicht fehlen dürfen auf dieser Seite Kurz-Liebesgedichte, die nach Heine-Art hohe Gefühle mit einem Knacks versehen. Das ist vielleicht nicht zum Umfallen komisch, aber einen Lächeln kann man sich dabei nicht verdrücken.

Zum Schluss ein Ausflug in die Religion, in der es ja auch viel um die Liebe geht. Das erste Liebesgedicht ist noch spöttisch, das zweite hingegen schon etwas böse.

Ich hab dich geliebet ...

Ich hab dich geliebet und liebe dich noch!
Und fiele die Welt zusammen,
Aus ihren Trümmern stiegen doch
Hervor meiner Liebe Flammen.

(Heinrich Heine)

Ich will meine Seele tauchen ...

Ich will meine Seele tauchen
In den Kelch der Lilie hinein;
Die Lilie soll klingend hauchen
Ein Lied von der Liebsten mein.

Das Lied soll schauern und beben
Wie der Kuss von ihrem Mund,
Den sie mir einst gegeben
In wunderbar süßer Stund.

(Heinrich Heine)

Hast du die Lippen mir wund geküsst ...

Hast du die Lippen mir wund geküsst,
So küsse sie wieder heil,
Und wenn du bis Abend nicht fertig bist,
So hat es auch keine Eil.

Du hast ja noch die ganze Nacht,
Du Herzallerliebste mein!
Man kann in solch einer ganzen Nacht
Viel küssen und selig sein.

(Heinrich Heine)

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Ich wandle unter Blumen ...

Ich wandle unter Blumen
Und blühe selber mit;
Ich wandle wie im Traume,
Und schwanke bei jedem Schritt.

O halt mich fest, Geliebte!
Vor Liebestrunkenheit
Fall ich dir sonst zu Füßen,
Und der Garten ist voller Leut.

(Heinrich Heine)

Es haben unsre Herzen ...

Es haben unsre Herzen
Geschlossen die heilge Allianz;
Sie lagen fest aneinander,
Und sie verstanden sich ganz.

Ach, nur die junge Rose,
Die deine Brust geschmückt,
Die arme Bundesgenossin,
Sie wurde fast zerdrückt.

(Heinrich Heine)

Andre beten zur Madonne ...

Andre beten zur Madonne,
Andre auch zu Paul und Peter;
Ich jedoch, ich will nur beten,
Nur zu dir, du schöne Sonne.

Gib mir Küsse, gib mir Wonne,
Sei mir gütig, sei mir gnädig,
Schönste Sonne unter den Mädchen,
Schönstes Mädchen unter der Sonne!

(Heinrich Heine)

Ich glaub nicht an den Himmel ...

Ich glaub nicht an den Himmel,
Wovon das Pfäfflein spricht;
Ich glaub nur an dein Auge,
Das ist mein Himmelslicht.

Ich glaub nicht an den Herrgott,
Wovon das Pfäfflein spricht;
Ich glaub nur an dein Herze,
'nen andern Gott hab ich nicht.

Ich glaub nicht an den Bösen,
An Höll und Höllenschmerz;
Ich glaub nur an dein Auge,
Und an dein böses Herz.

(Heinrich Heine)

 

Mehr über Heinrich Heine erfährt man beim Lyrik-Lesezeichen. Eine größere Sammlung seiner Gedichte gibt's bei Gedichte für alle Fälle.

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